Sake richtig lagern
Sake reagiert empfindlich auf Licht, Wärme und starke Temperaturschwankungen. Mit der richtigen Lagerung lassen sich Aroma und Geschmack möglichst lange erhalten.
Wie ein Sake gelagert werden sollte, hängt auch von seiner Art ab. Besonders Namazake sowie viele Ginjo- und Daiginjo-Sake benötigen mehr Aufmerksamkeit als ein robuster pasteurisierter Sake.
Sake vor dem Öffnen lagern
Sake sollte möglichst kühl und dunkel aufbewahrt werden. Direkte Sonne und insbesondere UV-Licht können seine Inhaltsstoffe verändern und die Alterung beschleunigen. Auch hohe oder stark schwankende Temperaturen wirken sich auf den Geschmack aus.
Für empfindliche oder besonders aromatische Sake ist der Kühlschrank die beste Wahl. Andere pasteurisierte Sake können auch an einem konstant kühlen und dunklen Ort gelagert werden.
Sake stehend oder liegend lagern?
Sake-Flaschen werden normalerweise stehend gelagert.
Anders als bei vielen Weinflaschen gibt es meist keinen Naturkorken, der feucht gehalten werden muss. Deshalb besteht kein Grund, die Flasche liegend aufzubewahren. Die Japan Sake and Shochu Makers Association empfiehlt ebenfalls eine aufrechte Lagerung.
Wie lange hält sich ungeöffneter Sake?
Sake besitzt kein allgemeingültiges Ablaufdatum, nach dem er plötzlich ungenießbar wird. Geschmack und Aroma verändern sich jedoch mit der Zeit.
Bei richtiger Lagerung können viele Sake ihren vorgesehenen Charakter ungefähr bis zu einem Jahr bewahren. Empfindliche Sake wie Ginjo oder Namazake sollten dagegen möglichst frisch und entsprechend den Angaben der Brauerei beziehungsweise des Etiketts gelagert werden.
Dabei gilt: Nicht jeder Sake ist für eine lange Lagerung gedacht. Eine Ausnahme sind bewusst gereifte Sake, die häufig als Koshu bezeichnet werden.
Wie lange hält sich Sake nach dem Öffnen?
Nach dem Öffnen kommt der Sake mit Sauerstoff in Kontakt und beginnt sich langsam zu verändern.
Die Flasche sollte deshalb gut verschlossen im Kühlschrank aufbewahrt werden. Anders als Wein verändert sich Sake nach dem Öffnen häufig nicht sofort, sondern entwickelt sich schrittweise weiter.
Für die beste Frische kann man sich ungefähr daran orientieren:
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Ginjo und Daiginjo: möglichst innerhalb von etwa einer Woche, damit die feinen und fruchtigen Aromen erhalten bleiben.
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Viele pasteurisierte Junmai, Honjozo oder Futsū-shu: können auch über mehrere Wochen noch gut schmecken. Dabei verändert sich das Geschmacksprofil nach und nach.
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Namazake: immer gekühlt aufbewahren und möglichst frisch trinken.
Eine geöffnete Flasche ist also nicht automatisch nach wenigen Tagen „schlecht“. Entscheidend ist vor allem, wie sich Geruch und Geschmack entwickeln.
Namazake – besonders empfindlich
Namazake (生酒) ist nicht pasteurisiert und reagiert deshalb besonders empfindlich auf Wärme.
Er sollte bereits ungeöffnet durchgehend gekühlt werden. Die JSS empfiehlt für Namazake Temperaturen unter etwa 5 °C, damit sein frischer Charakter möglichst gut erhalten bleibt.
Nach dem Öffnen sollte Namazake wieder sofort in den Kühlschrank gestellt und möglichst zeitnah getrunken werden.
Gereifter Sake – Koshu
Bei Koshu ist die Reifung dagegen ausdrücklich erwünscht.
Solche Sake werden gezielt über längere Zeit gelagert und können dabei kräftigere, komplexere Aromen entwickeln. Die optimale Lagerung hängt hier stärker vom jeweiligen Produkt und von der Brauerei ab.
Licht, Temperatur und Sauerstoff
Für die Lagerung kann man sich deshalb drei einfache Punkte merken:
dunkel – kühl – gut verschlossen.
So bleiben Aroma und Charakter eines Sake möglichst lange erhalten.

