Der Alkoholgehalt von Sake liegt häufig bei etwa 15 bis 16 % vol. Damit liegt Sake meist etwas über vielen Weinen, aber deutlich unter destillierten Getränken wie Shochu, Whisky oder Wodka.
Der genaue Alkoholgehalt kann jedoch je nach Herstellung und Stil deutlich variieren.
Warum hat Sake häufig etwa 15–16 % Alkohol?
Während der Gärung kann Sake zunächst einen höheren Alkoholgehalt erreichen. Nach der Herstellung wird bei vielen Sake Wasser hinzugefügt, um den Alkoholgehalt auf den gewünschten Wert einzustellen.
Dadurch werden viele Sake schließlich mit ungefähr 15 bis 16 % vol. abgefüllt.
Genshu – unverdünnter Sake
Genshu (原酒) bezeichnet Sake, bei dem auf die übliche Verdünnung mit Wasser weitgehend beziehungsweise vollständig verzichtet wird.
Deshalb besitzt Genshu häufig einen höheren Alkoholgehalt und kann kräftiger und konzentrierter wirken.
Genshu bedeutet aber nicht automatisch 18 oder 20 % Alkohol. Auch Genshu mit deutlich niedrigerem Alkoholgehalt ist möglich – entscheidend ist die Herstellungsweise.
Sake mit weniger Alkohol
Neben klassischen Sake mit rund 15–16 % gibt es heute auch viele leichtere Varianten.
Einige Brauereien produzieren bewusst Sake mit 10 % vol. oder weniger. Dazu gehören beispielsweise auch verschiedene Sparkling-Sake. Die Japan Sake and Shochu Makers Association führt inzwischen sogar eine eigene Übersicht für Sake mit höchstens 10 % Alkohol.
Der niedrigere Alkoholgehalt kann zu einem leichteren und frischeren Trinkgefühl beitragen, sagt allein aber noch nichts über Süße, Qualität oder Aromatik aus.
Hat Junmai, Ginjo oder Daiginjo unterschiedlich viel Alkohol?
Die Sake-Kategorie bestimmt den Alkoholgehalt nicht automatisch.
Ein Junmai, Ginjo, Daiginjo oder Honjozo kann beispielsweise jeweils ungefähr 15 % vol. besitzen. Die Begriffe beschreiben vor allem Zutaten, Poliergrad und Herstellungsverfahren, nicht eine feste Alkoholstärke. Die gesetzlichen Definitionen der Kategorien unterscheiden entsprechend nach diesen Merkmalen.
Wie beeinflusst Alkohol den Geschmack?
Der Alkoholgehalt kann Körper, Wärmegefühl und Mundgefühl eines Sake beeinflussen.
Ein Sake mit höherem Alkoholgehalt kann kräftiger und konzentrierter wirken. Ein Sake mit weniger Alkohol kann dagegen leichter und erfrischender erscheinen.
Der tatsächliche Geschmack hängt jedoch immer vom gesamten Zusammenspiel aus Süße, Säure, Umami und Aroma sowie der Herstellungsweise ab.

