Was ist Sparkling Sake?
Sparkling Sake ist Sake mit Kohlensäure. Auf Japanisch wird dafür häufig der Begriff Happō-seishu (発泡清酒) verwendet.
Die Kohlensäure kann auf unterschiedliche Weise entstehen. Bei manchen Sparkling Sake stammt sie aus einer zweiten Gärung in der Flasche, bei anderen wird die Kohlensäure auf andere Weise erzeugt oder später zugesetzt.
Dadurch reicht Sparkling Sake von fein perlend bis deutlich spritzig und kann geschmacklich sehr unterschiedlich ausfallen.
Wie entsteht die Kohlensäure?
Bei der alkoholischen Gärung entsteht neben Alkohol auch Kohlendioxid.
Bei Sparkling Sake kann dieses Kohlendioxid gezielt im Getränk gehalten werden. Eine besonders traditionelle Methode ist die zweite Gärung in der Flasche. Dabei wird der Sake mit noch aktiver Hefe abgefüllt und gärt in der geschlossenen Flasche weiter.
Der Yatsushika Sparkling Niji wird beispielsweise genau auf diese Weise hergestellt. Die Brauerei beschreibt eine zweite Flaschengärung, durch die eine feine und kräftige Perlage entsteht.
Wie schmeckt Sparkling Sake?
Sparkling Sake kann sehr unterschiedlich schmecken.
Je nach Produkt kann er:
-
leicht oder kräftiger
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fruchtig oder zurückhaltend
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fein perlend oder deutlich spritzig
sein.
Viele Sparkling Sake besitzen einen niedrigeren Alkoholgehalt als klassische Sake, das ist aber keine feste Regel.
Durch die Kohlensäure wirkt der Sake häufig besonders frisch und lebendig.
Rosé Sparkling Sake
Eine besondere Variante ist Rosé Sparkling Sake.
Die rosa Farbe kann je nach Produkt durch die verwendeten Rohstoffe entstehen und muss nicht künstlich erzeugt werden.
Ein Beispiel ist der Yatsushika Sparkling Niji Rosé aus Oita. Für ihn verwendet die Brauerei die alte Reissorte Sayomurasaki aus Kokonoe. Dadurch entsteht die natürliche, klare Roséfarbe.
Auch dieser Sake erhält seine Kohlensäure durch zweite Flaschengärung. Yatsushika beschreibt ihn als fruchtig, mit ausgewogener Süße und Säure und feiner Perlage. Er besitzt 8 % vol. Alkohol.
Rosé Sparkling Sake zeigt damit sehr schön, wie vielfältig moderner Sake sein kann – nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch.
Ist Sparkling Sake immer süß?
Nein.
Viele Sparkling Sake wirken fruchtig oder etwas süßer, es gibt aber auch trockenere Varianten.
Die Bezeichnung Sparkling sagt zunächst nur aus, dass Kohlensäure vorhanden ist. Sie beschreibt weder eine bestimmte Süße noch eine Qualitätsstufe.
Ist Sparkling Sake eine Qualitätsstufe?
Nein.
Sparkling Sake ist keine eigene Qualitätsstufe.
Ein Sparkling Sake kann beispielsweise gleichzeitig Junmai oder einer anderen Sake-Kategorie zugeordnet sein.
Auch Rosé ist keine eigene Qualitätsstufe, sondern beschreibt in diesem Zusammenhang vor allem die Farbe und den Stil des jeweiligen Sparkling Sake.
Wie trinkt man Sparkling Sake?
Sparkling Sake wird in der Regel gut gekühlt serviert.
Das hält die Kohlensäure länger im Getränk und sorgt für ein frisches Mundgefühl.
Besonders bei flaschenvergorenen Sparkling Sake sollte die Flasche vor dem Öffnen gut gekühlt sein und vorsichtig geöffnet werden. Yatsushika empfiehlt für den Niji Rosé etwa 4–8 °C.
Ein schlankes Sektglas oder ein kleines Weinglas eignet sich gut, um Perlage und Aroma wahrzunehmen.
Zu welchem Essen passt Sparkling Sake?
Je nach Stil kann Sparkling Sake gut passen zu Sushi, Tempura, mildem Käse oder fruchtigen Desserts.
Ein trockener Sparkling Sake kann sehr gut zu herzhaften Speisen passen, während fruchtigere oder süßere Varianten auch als Aperitif oder zu Desserts interessant sind.
Rosé Sparkling Sake eignet sich zusätzlich sehr gut für Empfang, Feier oder festliches Anstoßen.

